Endlich hatte der Wind soweit nachgelassen, dass ich die Folien wieder richten konnte. Gerade beim Gurkenbeet wäre die Bahn BändchenGewebe richtig zu befestigen, echt wichtig gewesen. Die Diven mögen gar nicht durchgeschüttelt oder berührt/ angestoßen werden, kriegen leicht „blaue Flecken“. Hab dann noch Jauche an die späten Zucchini und Gurken ausbringen wollen – der Boden darunter gab mehr als nach – Wühlmausgänge o.ä. ohne Ende. Also tüchtig eingeschlämmt mit Wasser, damit die Wurzeln wieder Bodenkontakt haben und dann gejaucht. Die Zucchini sind da unempfindlich, da bin ich optimistisch, bei den Gurken hab ich meine Zweifel. Wie gut, dass es im Tunnel noch gut 20 Pflanzen gibt.
Danach hab ich angefangen mit der Broadfork das nächste Beet zu lockern – leider wollte mein Handgelenk nach kurzer Zeit nicht mehr mitmachen. Hab dann kurz den Hummeln und Bienen zugeschaut:


Danach gabs noch einiges zu ernten – nur die tollen schwarzen Johannisbeeren und fast schwarzen Stachelbeeren haben’s nicht vor meine Kamera geschafft, weil die Kollegin zu schnell in die Küche entschwand.

Die 4 Sorten Basilikum hab ich dann auch pinziert, einiges davon aber als Stecklinge zum Bewurzeln behalten. Das ist das Schöne an Natur: sie ist auf Wachstum und Vermehrung ausgelegt. Aufgeben ist keine Option. Und so einige ausgeknipste Tomaten(Geiz)Triebe oder auch Basilikum bewurzeln rasend schnell und ZACK ne neue Pflanze.
ZACK ist auch mein Stichwort: nach dem früheren Feierabend schnell und zackig zuhause aufgeräumt. Der Besuch eines Kaufinteressenten (wohne im MFH) war terminiert. Wartezeit genutzt und noch ein wenig durch XING gescrollt, denn das locker angekündigte Gespräch mit der Führungsetage (die diese Woche ja hier vor Ort war) fand nicht statt. Es fehlt die Wertschätzung meiner Arbeit – finanziell ebenso wie verbal. Gedanklich beschäftige ich mich also schon seit einiger Zeit mit Alternativmöglichkeiten. Und je mehr Ignoranz die Chefetage zeigt um so leichter fällt mir die Umorientierung, so sehr ich meinen Arbeitsplatz auch mag. Mein Spruch an jeden, der den Küchengarten betritt: „Willkommen auf dem schönsten Arbeitsplatz der Welt! 🌻“ . Diesen Arbeitsplatz habe ich selbst kreiert, und wer sagt denn, dass das nicht auch woanders möglich ist 😉.
Prompt gerate ich während der XING-Suche auf eine Stellenanzeige, die mein Interesse weckt. Ist auch noch in der Nähe und veranstaltet am Folgetag einen Tag der offenen Tür samt Führung.
Lets Go! (Ich muss ja nicht mehr putzen, Bude ist feddich 😃)